Doppelspitze setzt auf Erfahrung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach hat eine neue Leitung: Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill übernehmen künftig gemeinsam die Führung der spezialisierten Einrichtung für Kinder und Jugendliche.
Mit der interdisziplinären Doppelspitze setzt das Dreiland-Klinikum bewusst auf ein Führungsmodell, das die Arbeitsweise des SPZ widerspiegelt. Denn hier arbeiten unterschiedliche medizinische, therapeutische, psychologische und pädagogische Fachrichtungen eng zusammen.
Kinder und Familien im Mittelpunkt
Der Bedarf an sozialpädiatrischer Diagnostik und Behandlung ist hoch und wächst weiter. Für die neue Leitung steht deshalb neben der fachlichen Kompetenz vor allem eines im Mittelpunkt: die Familien.
„Hinter jeder Anfrage steht ein Kind mit seiner Familie, dem wir mit fachlicher Kompetenz und Empathie begegnen möchten“, erklären Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill. Das SPZ soll ein Ort sein, an dem sich Familien verstanden, begleitet und gut aufgehoben fühlen.
Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill (© Dreiland-Klinikum Lörrach)
Zwei erfahrene Persönlichkeiten
Beide neuen Leiterinnen bringen umfangreiche Erfahrungen aus ihrem jeweiligen Fachgebiet mit.
Dr. Ursula Büsse ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neonatologie und verfügt über eine Spezialisierung im Bereich Neuropädiatrie. Seit 2022 arbeitet sie im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Vanessa Dill ist Psychologin mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie und arbeitet bereits seit 15 Jahren im SPZ Lörrach. Zusätzlich verfügt sie über eine systemische Weiterbildung und langjährige Erfahrung in der sozialpädiatrischen Diagnostik und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien.
Prof. Dr. Tilman Humpl, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, sieht in der neuen Doppelspitze eine Verbindung von Kontinuität und Weiterentwicklung.
Dr. Michael Fedorcak, der das SPZ zuletzt kommissarisch mitgeleitet hatte, bleibt dem Zentrum mit seiner neuropädiatrischen Expertise erhalten und wird unter anderem weiterhin eine diabetologische Sprechstunde anbieten.
Wenn Entwicklung besondere Unterstützung braucht
Das SPZ richtet sich an Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren, bei denen Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten, neurologische Erkrankungen oder eine drohende beziehungsweise bestehende Behinderung festgestellt wurden.
Das Besondere: Die verschiedenen Fachrichtungen arbeiten unter einem Dach zusammen. Zum multiprofessionellen Team gehören unter anderem Kinderheilkunde und Entwicklungsneurologie, Psychologie, Ergotherapie, Heil- und Sozialpädagogik, Logopädie und Physiotherapie.
Von der Diagnostik zur individuellen Unterstützung
Zum Angebot gehören unter anderem die Frühgeborenennachsorge, die Baby-Sprechstunde bei Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen, die Diagnostik von Sprachentwicklungs-, Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen sowie die Behandlung von Bewegungs- und Koordinationsstörungen.
Auch bei genetischen Erkrankungen und bestehenden oder drohenden Behinderungen begleitet das SPZ Kinder und ihre Familien.
Nach einer umfassenden Entwicklungsdiagnostik werden gemeinsam mit den Familien individuelle Förder- und Behandlungskonzepte entwickelt. Dabei arbeitet das Zentrum eng mit Frühförderstellen, Kindergärten, Schulen, Beratungsstellen, Behörden und niedergelassenen Therapeutinnen und Therapeuten zusammen.
So entsteht ein Netzwerk, das Familien nicht nur diagnostisch unterstützt, sondern sie auch auf ihrem weiteren Weg begleitet.
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