Moderne Gelenkchirurgie: Dreiland-Klinikum informiert über Therapien, Navigation und Robotik
Knieschmerzen können die Beweglichkeit und Lebensqualität erheblich einschränken. Doch wann helfen konservative Behandlungen oder gelenkerhaltende Eingriffe? Wann ist ein künstliches Kniegelenk sinnvoll? Und welche Vorteile bieten moderne Technologien wie Navigation und Robotik?
Antworten auf diese Fragen gibt das Zentrum für Bewegungsmedizin des Dreiland-Klinikums Lörrach zum Auftakt seiner neuen Veranstaltungsreihe „Moderne Gelenkchirurgie“. Unter dem Titel „Das Knie im Fokus“ informieren die Spezialisten am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 18 Uhr in der Cafeteria im fünften Obergeschoss des Kreiskrankenhauses Lörrach über aktuelle Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Gelenkerhalt oder künstliches Knie?
Das Knie zählt zu den komplexesten und am stärksten beanspruchten Gelenken des menschlichen Körpers. Verschleiß, Verletzungen oder Fehlstellungen können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Eine Erkrankung des Kniegelenks bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein künstliches Gelenk notwendig wird.
Die moderne Gelenkmedizin stellt deshalb die individuelle Situation der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Das Behandlungsspektrum reicht von konservativen Therapien und gelenkerhaltenden Verfahren über arthroskopische Eingriffe bis hin zum teilweisen oder vollständigen Gelenkersatz.
Chefarzt Okba Al Marhi (© Dreiland-Klinikum Lörrach)
„Die beste Knieoperation ist nicht automatisch die mit der modernsten Technik, sondern diejenige, die für den einzelnen Patienten die richtige ist“, erklärt Chefarzt Okba Al Marhi, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Bewegungsmedizin. Ziel sei es, die unterschiedlichen Kompetenzen zu bündeln und den gesamten Behandlungsweg zu betrachten – vom Gelenkerhalt bis zum Gelenkersatz.
Was leisten Navigation und Robotik?
Auch bei der Knieendoprothetik haben sich die technischen Möglichkeiten weiterentwickelt. Computergestützte Navigation und robotische Assistenzsysteme können dabei helfen, Eingriffe präzise zu planen und die individuellen anatomischen Gegebenheiten besser zu berücksichtigen.
Bei der Veranstaltung erläutern die Experten, welche Möglichkeiten diese Technologien bieten, wo ihre Grenzen liegen und nach welchen Kriterien die jeweils geeignete Behandlung ausgewählt wird. Entscheidend bleibt, welchen medizinischen Nutzen eine Therapie für den einzelnen Menschen hat.
Spezialisten für komplexe Knieerkrankungen
Das Zentrum für Bewegungsmedizin bündelt unterschiedliche Fachkompetenzen rund um Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates. Ein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung des Kniegelenks – von gelenkerhaltenden Verfahren bis zur Endoprothetik und zu komplexen Wechseloperationen.
Mit dem außeruniversitären EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) verfügt das Zentrum über ausgewiesene Expertise beim künstlichen Gelenkersatz. Die Zertifizierung steht unter anderem für definierte Behandlungsabläufe und besondere Qualitätsanforderungen. Dabei geht es nicht allein um die Operation, sondern um den gesamten Weg von der Diagnostik über die Behandlung bis zur Nachsorge und Rehabilitation.
Versorgung aus einer Hand
Das Zentrum für Bewegungsmedizin zeigt beispielhaft, wie die künftigen Organzentren des Dreiland-Klinikums arbeiten sollen. Statt Leistungen ausschließlich entlang einzelner Fachabteilungen zu organisieren, werden medizinische Kompetenzen stärker um die Erkrankung und den konkreten Behandlungsbedarf der Patientinnen und Patienten gebündelt.
Ambulante und stationäre Angebote sollen enger verzahnt und Behandlungswege besser aufeinander abgestimmt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Therapie medizinisch sinnvoll ist und wie Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange erhalten oder wiederhergestellt werden können.
Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Moderne Gelenkchirurgie“ macht das Dreiland-Klinikum diese Expertise auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Veranstaltungen sollen aktuelle Entwicklungen der Gelenkmedizin verständlich vermitteln und Orientierung bei Erkrankungen des Bewegungsapparates bieten.
Veranstaltung auf einen Blick
Das Knie im Fokus
Wann: Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 18 Uhr
Wo: Kreiskrankenhaus Lörrach, Cafeteria im 5. Obergeschoss
Themen: Moderne Kniebehandlungen, Navigation, Robotik und Gelenkersatz
Eintritt: Frei
Anmeldung: Nicht erforderlich
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