Bereits zum dritten Mal wurde am Sonntag, 10. Mai 2026, in Hinterzarten der
mit je 2.500 € dotierte Buchpreis „Wälderliebling“ in den Kategorien Belletristik und Sachbuch verliehen.
Mit der Auszeichnung werden Bücher geehrt, die auf besondere Weise mit dem Schwarzwald verbunden sind – durch ihre Themen, Geschichten, Autor:innen oder die Verlage, in denen sie erscheinen. Der Preis, ausgelobt vom Kulturverein Wälderleben e.V., hat sich inzwischen als fester Bestandteil der regionalen
Literaturlandschaft etabliert und würdigt die kulturelle Vielfalt und kreative Kraft des Schwarzwalds.
Insgesamt wurden in diesem Jahr 40 Titel eingereicht. Eine Vorjury nominierte daraus die Finalist:innen, bevor die Hauptjury die diesjährigen Preisträger:innen bestimmte. Der Hauptjury gehörten unter der Leitung von Imogen Nabel (Redakteurin, Wälderleben e.V.) René Zipperlen (Badische Zeitung), Tom Erben
(Börsenverein des Deutschen Buchhandels Baden-Württemberg e.V.), Patrick Schreib (Hochschwarzwald Tourismus GmbH) sowie Buchhändler Irimbert Kastl an.
Der Preis und die Buchmesse wurden ermöglicht und unterstützt durch die Schwarzwaldcrowd der Badenova, die Staatsbrauerei Rothaus, den Naturpark Südschwarzwald, den Touristik-Verein Hinterzarten-Breitnau, den Handwerk-, Handel- und Gewerbeverein Hinterzarten-Breitnau sowie die Hotels Erfurths
Bergfried und Schwarzwaldhof.
Verleihung des Buchpreises „Wälderliebling“ – v.l.n.r. Martin Wangler und Inge Bauechle (Wälderleben e.V.), Julia Heinecke, Hannes Finkbeiner, Imogen Nabel (Wälderleben e.V.) (© Hochschwarzwald Tourismus GmbH)
Preis für Belletristik
Der „Wälderliebling“ 2026 in der Kategorie Belletristik ging an Julia Heinecke, Freiburg, für ihren Roman „Kurz vor Kassenschluss“. Die Jury hob insbesondere die intensive Recherchearbeit und die eindringliche Erzählweise der Autorin hervor.
In ihrer Begründung betonte die Jury, vertreten durch René Zipperlen, dass Julia Heinecke es verstehe, regionale Geschichte und gesellschaftliche Themen auf sensible und zugleich zugängliche Weise literarisch aufzubereiten. In ihrem neuen Roman erzählt sie die Geschichte des ersten Banküberfalls mit Geiselnahme
in der Bundesrepublik aus der Perspektive einer jungen Lokaljournalistin, die Jahrzehnte später den Fall recherchiert. Dabei rückt weniger das Verbrechen selbst als vielmehr dessen Auswirkungen auf Familien und Gemeinschaften in den Mittelpunkt. Die Jury würdigte Heinecke als Autorin, die mit ihren Romanen dem Schwarzwald eine literarische Stimme verleiht und regionale Geschichte mit großer erzählerischer Kraft sichtbar macht.
Preis für Sachbuch
In der Kategorie Sachbuch wurde Hannes Finkbeiner, geboren in Schönmünzach, jetzt in Hannover lebend, für sein Buch „Schwarzwald. Meine kulinarische Heimat“ ausgezeichnet.
Die Jurybegründung, verfasst von Tom Erben, beschreibt das Buch mehr als Lese- denn als Rezeptbuch. Vielmehr nehme Finkbeiner seine Leserinnen und Leser mit auf einen „kulinarischen Roadtrip“ durch den Schwarzwald. Der Autor porträtiert Menschen, Traditionen und kulinarische Innovationen der Region und verbindet dabei Kulturgeschichte mit modernem Lifestyle.
Besonders hervorgehoben wurde die authentische Haltung des Autors, der den Schwarzwald als lebendige und wandelbare Kulturlandschaft versteht. Auch die hochwertige Gestaltung des Buches durch den Freiburger 8Grad Verlag fand Anerkennung.
Der mit jeweils 2.500 Euro dotierte Buchpreis „Wälderliebling“ setzt damit erneut ein Zeichen für die Bedeutung regionaler Literatur und unabhängigen Publizierens im Schwarzwald.
Weitere Informationen sind unter hochschwarzwald.de/buchmesse zu finden.

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